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Wir suchen per 1. Mai 2026 eine/n

Postdoktorand/in (Muoniverse Museum Platform) – Software für die MIXE-Datenanalyse 100% befristet bis 30. April 2030

Unter dem Dach des Schweizerischen Nationalmuseums (SNM) sind das Landesmuseum Zürich, das Château de Prangins und das Forum Schweizer Geschichte Schwyz - sowie das Sammlungszentrum in Affoltern am Albis vereint. Unsere Museen zeigen Schweizer Geschichte bis heute und erschliessen die schweizerischen Identitäten und die Vielfalt von Geschichte und Kultur.

Das Schweizerische Nationalmuseum (SNM) sucht eine Postdoktorandin oder einen Postdoktoranden für die «Muoniverse Museum Plattform», welche ein Teilprojekt innerhalb des NCCR Muoniverse ist, und in Zusammenarbeit mit den Partnerinstitutionen, dem Paul Scherrer Institut (PSI) und Augusta Raurica durchgeführt wird.

Die Museumsplattform sammelt und präsentiert frühere Studien und Fallbeispiele, verbreitet technische Entwicklungen und soll einen niederschwelligen, benutzerfreundlichen Einstieg für die zukünftige Anwendung im Bereich Kunst- und Kulturgut ermöglichen. Die Ergebnisse aus Muoniverse-Anwendungen im Bereich des Kulturerbes werden kontinuierlich einbezogen.

Der wissenschaftliche Schwerpunkt liegt auf der Muon-Induced X-ray Emission (MIXE), einer zerstörungsfreien Technik mit Tiefenprofilierungsfunktionen, die für die Analyse von Kulturgütern zukunftsweisend und relevant ist (z. B. durch die Überwindung von Einschränkungen von Korrosionsschichten und die Möglichkeit tiefer liegende Schichten, als z.B. mit herkömmlichen Röntgenverfahren möglich, zu untersuchen).

Ihre Aufgaben

  • Leitung der Entwicklung eines robusten, automatisierten und benutzer-freundlichen MIXE-Analyse-Frameworks, das es auch nicht fachkundigen Anwendern ermöglicht, Daten zuverlässig zu verarbeiten und zu interpretieren (reproduzierbare Pipelines, klare Ergebnisse, minimaler manueller Aufwand)
  • Implementierung von Kernmodulen für spektroskopische Arbeitsabläufe, z. B. automatisierte Korrekturen und Kalibrierungsunterstützung, automatisierte Peak-/Merkmalsidentifizierung und optimierte Verarbeitung, die für Messkampagnendaten und schnelle Rückkopplungsschleifen geeignet ist
  • Entwicklung leistungskritischer Komponenten, wo erforderlich (z. B. Anpassung, Peak-Suche, Simulation/Korrektur)
  • Pragmatische Anwendung moderner datenwissenschaftlicher Methoden (einschließlich optionaler ML-basierter Komponenten), wenn diese einen klaren Mehrwert in Bezug auf Robustheit, Automatisierung oder Benutzerfreundlichkeit bieten
  • Beitrag zur Museumsplattform durch Kuratieren und Zusammenstellen geprüfter Fallstudien und Referenzanalysen für die Dokumentation, Einarbeitung und Methodenvalidierung
  • Enge Zusammenarbeit mit Museen und weiteren internen wie externen Nutzenden, um die Anforderungen der Anwendung auf Kulturgut zu definieren, nutzerorientierte Arbeitsabläufe zu entwerfen, Messungen in Verbindung mit ergänzenden Techniken zu planen und Bedürfnisse in Software-Releases und robuste Analyseverfahren umzusetzen

Ihr Profil

  • Doktorat in Naturwissenschaften, Materialwissenschaften oder einem verwandten Fachgebiet, vorzugsweise Physik
  • Nachgewiesene Erfahrung in der Entwicklung von Datenanalyse-Tools, idealerweise für spektroskopische oder eng verwandte Anwendungen
  • Fundierte Python-Kenntnisse und praktische Erfahrung mit wissenschaftlichen Bibliotheken wie NumPy und pandas
  • Solide Software-Engineering-Kenntnisse (sauberer Code, Testen, Dokumentation, Versionskontrolle und Bereitstellung von Tools für andere Benutzer)
  • Wünschenswert: Erfahrung mit C++ oder Rust, insbesondere für leistungsorientierte Implementierungen und Python-Bindungen/Module
  • Wünschenswert: Grundlegendes Verständnis von Methoden und Modellen des maschinellen Lernens, idealerweise mit Erfahrung in der Anwendung auf reale Datenanalyse-Workflows
  • Ein ausgeprägtes Interesse an und ein verantwortungsbewusster Umgang mit Kulturgütern ist unerlässlich. Vorherige Erfahrungen in diesem Bereich sind von Vorteil
  • Ausgeprägte wissenschaftliche Kommunikationsfähigkeiten, Interesse an der Einbindung nicht-technischer Interessengruppen (z. B. Museumsfachleute) und die Fähigkeit, Methoden, Ergebnisse und Grenzen verständlich zu erklären
  • Ausgezeichnete Englischkenntnisse in Wort und Schrift. Kenntnisse in Deutsch, Französisch oder Italienisch sind von Vorteil

Die Stelle ist im Sammlungszentrum des SNM angesiedelt, wobei die Arbeit nach Rücksprache zwischen dem PSI (Villigen) (~60 %) und dem SNM-Sammlungszentrum (Affoltern am Albis) (~40 %) aufgeteilt sein wird.

Wir freuen uns auf Ihre vollständige Onlinebewerbung unter www.nationalmuseum.ch.

Fachliche Auskünfte erteilt Ihnen gerne Dr. Katharina Schmidt-Ott, Leiterin Konservierungsforschung, Tel. 044 762 13 73.