For Sale? Kulturgüterschmuggel und der Zoll

Kulturgüter sind wertvoll, faszinieren – und sie sind weltweit akut gefährdet. Das Ausmass des Diebstahls von Kulturgütern in vielen Ländern ist erschreckend: Die Aussicht auf schnellen Profit und moderne Suchmethoden per Satellit haben dem organisierten Verbrechen für Plünderungen ungeheueren Ausmasses Tür und Tor geöffnet.
Die Schweiz stand lange im Ruf, eine Drehscheibe für den illegalen Handel von Kulturgütern zu sein. Seit in Kraft treten des Kulturgütertransfergesetzes am 1. Juni 2005 hat sich das geändert: Die Sonderausstellung zeigt mit eindrücklichen Bildern und ausgewählten Exponaten auf, wie die Schweizer Behörden - insbesondere das Bundesamt für Kultur und der Zoll - gegen den kriminellen Handel mit Kulturgütern vorgehen und wie ein fairer Kulturaustausch durch die Schweiz gewährleistet werden kann.
Im zweiten Ausstellungsraum lernen Kinder und Erwachsene auf spielerische und multimediale Weise die Arbeit des Schweizer Zolls kennen. Sie erleben, welche Bedeutung Kulturgüter für die Identität, das Selbstverständnis und den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft haben. Und manch einer wird sich im Stillen ertappt fühlen, wenn er vor dem Wandbild steht, in dem die Ausstellungsmacher über die Schäden informieren, die gedankenlose Touristinnen und Touristen bei ihren Besichtigungstouren von Kulturgütern anrichten können.
Die Sonderausstellung «For Sale? Kulturgüterschmuggel und der Zoll» ist eine Gemeinschaftsausstellung des Bundesamtes für Kultur und der Eidgenössischen Zollverwaltung und wird am 1. Juni 2010 im neu renovierten Zollmuseum Cantine di Gandria eröffnet. Der Eintritt ist frei.
Prospekt zur Ausstellung (PDF, 984 KB)